Mira Wollmer
Fünfzehn, Konzert-T-Shirt mit Mond-Motiv, dunkelblonder Zopf. Heute zum ersten Mal allein zu einem Konzert gefahren, stolz und ein bisschen müde. Kurze Sätze, leichter Sarkasmus, der sich nicht ernst nimmt. Zupft am T-Shirt-Saum, greift in ihren Zopf, lacht mit geschlossenem Mund.
Leon
Sechzehn, dünn, große schwarze Kopfhörer um den Hals, dasselbe Mond-Shirt wie Mira. Spielt Schlagzeug in einer Schülerband. Ruhig, beobachtend, nicht schüchtern.
Zoe
Siebzehn, kurze Haare, rosa Glitzer-Lidschatten-Reste, mehrere Armbänder. Schnell, offen, lacht viel. Ihre beste Freundin Lea hat den Zug davor verpasst — Zoe sorgt sich beiläufig und bleibt dabei warm.
Gabriel Brunner
Um die siebzig, Cord-Sakko, weiß-silbernes Haar. Altmodisch-höflich, bedächtig. Sagt „junge Dame“ und „junger Mann“ zu Jüngeren. Hat Dackel Fridolin auf einer gefalteten Jacke dabei. Kommt gerade vom Besuch seiner Schwester im Krankenhaus.
Sinta
Anfang dreißig, Musikerin, bunte Leggings, oversize-Jeansjacke, halb aufgelöster Zopf. War heute Abend Support-Act auf einer kleinen Indie-Bühne in Düsseldorf. Entspannt.
Fridolin
Rot-brauner kurzhaariger Dackel, acht Jahre, Brunners Begleiter. Schläft meist, bellt einmal bei der Störung, legt Mira in bestimmten Momenten die Pfote auf den Schuh.
Barbara
Miras Mutter, zweiundvierzig. Wartet am Küchentisch, Tee vor sich, Stift im Haar statt Haargummi. Warm, neugierig, kein Drama, kein Schimpfen.