Die Laube
Holz-Laube auf Parzelle 27 im Schrebergartenverein Morgenrot. Gebaut 1962, erweitert 1968, renoviert 1981. Vier Innenraeume (Wohnraum, Kueche, Schlafkammer, Garten) plus Keller und Dachboden. Hellgruene abblaetternde Farbe, quietschende Tuer, Geruch nach Holz und Moebelpolitur.
Wohnraum
Hauptraum der Laube. Aufrechtes Klavier Zimmermann & Co. 1952 an der Nordwand. Holztisch mit blau-weiss kariertem Wachstuch, Wilms 'Platz' am Eck. Wohnzimmer-Schrank mit Postkarten und Kinderfotos. Suedfenster mit halb offenen Jalousien.
Kueche
Kleiner Kuechenraum mit zwei Regalen links und rechts der Tuer. Wilms 'Links.'-Wort faellt hier bei der Giesskannen-Verwechslung. Messing-Pumpe am Spuelbecken (Wasser aus Vereinsbrunnen). Holztisch mit Geschirr. Der Brief von Grzegorz liegt anfangs hier.
Schlafkammer
Kleiner Raum hinten links mit Einzelbett und Schrank. Schmales Fenster zur Nachbarparzelle 26. Die Bettdecke ist frisch gefaltet (Raetsel -- wer hat sie gefaltet?). Leiter zum Dachboden in der Decke.
Garten
30 qm hinter der Laube. Zwei Apfelbaeume, Tomatenstaebe, Rhabarberbeet, Basilikum-Kasten auf der Bank. Holzschwelle mit Mueckenstich-Zone. Zaun zu Kovacs Parzelle 28 mit Luecke, durch die der graue Kater streift.
Keller
Kleiner Kellerraum unter dem Wohnraum, Zugang ueber Luke im Boden. Einmachglaeser in Helgas Handschrift (Rhabarber 2018, Holunder 2019, Pflaumen 2017, Pesto 2020 in Wilms Imitation). Altes Herren-Fahrrad, gelbe Schachtel mit unbekanntem Inhalt -- wird nicht geoeffnet.
Dachboden
Unter dem Dach, Zugang ueber Leiter in der Schlafkammer-Decke. Warm, staubig, Dutzende Kartons. Wilms Terminkalender 1978-2019 in dunkelgruenem Leinen, Mappe mit Skizzen 'fuer Helga, 1981' inklusive Detailzeichnung der Kueche mit Notiz 'links die Schwere, Wasser und Werkzeug'. Grauer Kater schlaeft am Lukenfenster.
Vereinstor
Hoelzernes Tor am Luchsweg-Eingang des Schrebergartenvereins Morgenrot. Schild: 'Morgenrot, Luchsweg 1-48'. Kette um den Pfosten gewickelt (nicht abgeschlossen). Vater setzt hier ab und holt ab.
Luchsweg
Schotterstrasse durch den Schrebergartenverein, 48 Parzellen links und rechts. Kies mit Unkraut, Zaeune unterschiedlich hoch. Parzelle 17 links von 27 verwahrlost, Parzelle 18 gegenueber mit roten Geranien.
Parzelle 27 (Wilms Laube)
Wilms Schrebergarten seit 1981. Laube-Schild aus Holz mit 'Wilm, Helga' in Helgas Schnoerkelschrift (90er Jahre).
Parzelle 28 (Kovac)
Frau Kovacs Nachbarparzelle rechts von Wilms Laube. Salatbeete in ordentlichen Reihen, rote Geranien, eigene Laube. Kovac lebt hier allein seit Grzegorz' Tod 2017.
Vater-Auto
Das Auto des Vaters, faehrt Theo und Wilm zum Verein und zurueck. Schlechte Klimaanlage. In E4 wird es frueher gerufen. Schlussbild von E4: Dämmerungslicht auf Wilms Haende im Schoss.
Das Klavier
Aufrechtes Klavier Zimmermann & Co., Baujahr 1952, Wilm 1983 gebraucht gekauft. An der Nordwand des Wohnraums. Wilm beruehrt es heute nicht. Theo kennt nur den G-Akkord, den Wilm ihm vor drei Jahren beigebracht hat. Das einzige Objekt, das Wilm vor dem Schlaganfall jeden Freitagabend angeruehrt hat.
Laube-Schwelle
Holz-Schwelle der Eingangstuer. Theo setzt sich hier fuer die Brief-Szene (N14) in halber Sonne, mit Mueckenstichen. Kleine Holzbank daneben, auf der Wilm beim Ankommen den Korb abstellt.
Umgehungsstrasse
Strasse noerdlich des Schrebergartenvereins. Ihr Rauschen ist durchgehend hoerbar, je nach Wind lauter oder leiser. Symbolisch-akustische Verbindung zur Stadt, die den Streifen kauft und abreisst.